Bernsteinbad - Seebad Zempin
„Ein bis in die 20er Jahre, am Achterwasser gelegenes, kleines Fischer- und Bauerndorf.“ – So beschrieb der älteste Chronist der Insel Usedom den Ort Zempin.
Zempin ist Usedoms kleinstes Seebad und dieser Ort ist erst relativ spät als Dorf und Ostseebad im Deutschen Bäderführer aufgeführt worden. Die drei so genannten Kaiserbäder Bansin, Ahlbeck und Heringsdorf sind ca. 16 km entfernt und Zinnowitz liegt 2 km westlich.
Während des Zweiten Weltkriegs diente Zempin als Wohnort der Waffenforscher der und deren Arbeiter. Nach dem Krieg wurden, wie in vielen Orten auf Usedom, Bungalowsiedlungen für die von der DDR-Gewerkschaft „organisierte Erholung“ gebaut.
Auf Usedom gilt Zempin eher als Ort der Ruhe, da nie große Anlagen oder Hotels errichtet wurden.
Nach der Wiedervereinigung erfolgte die Privatisierung vieler Ferienhäuser und Pensionen, so dass mittlerweile ein modernes Ambiente vorherrscht. Auf neu erschlossenem Bauland sind in der Nähe des Achterwasserhafens schöne, moderne Ferienwohnungen errichtet worden.
2005 schlossen sich die Seebäder Zempin, Koserow, Loddin und Ückeritz zu dem Vereinsbund „Usedomer Bernsteinbäder“ zusammen. Dies geschah, um sich unter einheitlichem Namen als Bäderorte auf der Insel Usedom bewerben zu können.
Zempin kann man an seinen noch heute existierenden, kleinen schilfbedeckten Fischerhäuschen erkennen und so den ursprünglichen Charakter des Ortes erahnen. Als Sehenswürdigkeiten im Ort Zempin gelten zum Beispiel: 50 Reetdachhäuser, verteilt in den Dorfstraßen. Auf dem Weg zum Strand, in den Dünen, existieren noch einige Zempiner Salzhütten, in denen früher Salz gelagert wurde. Selbst eine ca. 350 Jahre alte große Eiche am Anglerhafen des Achterwassers lockt viele Besucher an.
