Inselbad - Ostseebad Karlshagen

Das Seebad Karlshagen auf der Insel Usedom ist für die Naturliebhaber unter den Urlaubern besonders interessant, da es entfernt von den größeren Bäderorten Usedoms liegt. Man findet hier eher Ruhe und kann sich gut erholen. Das Klima ist bekannt dafür, dass es bei chronischen Erkrankungen der Atemwege und bei Hauterkrankungen lindernd und heilend wirkt. Im Jahr 1829 wurde der Ort gegründet. Seinerzeit ein Fischer- und Bauerndorf, entwickelte sich Karlshagen schon 1880 zum einem Seebad. 1932 wurde man auf einen Teil der Insel Usedom aufmerksam, als nach einem passenden Gebiet zur militärischen Forschung gesucht wurde. Pläne zur Entwicklung von Flugkörpern, die man entlang der wenig besiedelten Ostseeküste verschießen konnte, waren hierfür ausschlaggebend. 1935 erklärte man einen Teil des Peenemünder Hakens zum Sperrgebiet des Militärs. Von nun an konnte man eine forsche Bautätigkeit für den Aufbau der Raketenversuchsanstalt Peenemünde auf der Insel Usedom beobachten.

Die benötigte Infrastruktur, besonders zur Unterbringung der Forscher und Arbeiter, wurde in Karlshagen errichtet. Es gab eine eigene S-Bahn-Linie, die zwischen Zinnowitz und Peenemünde verkehrte. Diese schloss alsbald auch Karlshagen an und verbesserte somit die Erreichbarkeit auf der gesamten Insel.

Erst nach dem Fall der Mauer erfuhr Karlshagen eine touristische Entwicklung. Daher ist besonders hier viel neue Bebauung zu beobachten. Es entstanden viele moderne Ferienanlagen, Hotels und Ferienwohnungen.

Die herrliche Landschaft ist optimal für lange Spaziergänge oder Fahrradtouren geeignet. Ebenso kommen Angler auf ihre Kosten. Karlshagen hat einen breiten Ostseestrand zu bieten.

Täglich können vom Karlshagener Hafen aus schöne Ausflüge zum Festland oder zu bekannten Ausflugszielen auf der Insel Usedom unternommen werden.