Inselbad - Ostseebad Zinnowitz
Am nördlichen Ende einer ca. 2 Kilometer breiten Landzunge zwischen Achterwasser und Pommerscher Bucht liegt der Ort Zinnowitz. Mit einer jährlichen Sonnenscheindauer von 1917 Stunden gilt Zinnowitz als Deutschlands sonnereichster Ort. Der Deutsche Wetterdienst misst einen Jahresniederschlag von nur 566 mm, das ist ein Wert im unteren Drittel des Durchschnitts in Deutschland.
Bereits 1309 wurde Zinnowitz in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Krummin erwähnt. 1815 kam Zinnowitz zur Preußischen Provinz Pommern und gehörte somit zum Landkreis Usedom-Wollin. 1851 wurde offiziell der Badebetrieb eröffnet und 1904 eine hölzerne Seebrücke errichtet, die leider durch Witterungseinflüsse und versäumte Pflege verfiel. 1993 wurde dann eine neue Konstruktion aus Holz, Stahl, und Beton errichtet.
In der DDR war Zinnowitz der wichtigste Badeort für den Feriendienst. Am Ortsrand lag das Ferienheim „Roter Oktober“, welches heute Hotel Baltic heißt und das größte Hotel auf Usedom ist.
Nach der Wende konnte man auch im Ostseebad Zinnowitz eine gewaltige Bautätigkeit beobachten. Vielen Urlaubsquartiere in Hotels, Ferienhäusern oder Pensionen wurden restauriert und modernisiert. Die wilhelminischen Bädervillen, welche nahe dem Meer, quasi in erster Reihe stehen, sind heute wieder in ihrer alten Pracht zu bewundern. Auf unbebauten Flächen sind mittlerweile Ferienwohnungen oder Fremdenzimmer errichtet worden.
An der Küste hat man eine schöne Strandpromenade errichtet, die ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer bestimmt ist. Hier riecht man die Seeluft besonders intensiv und hat einen herrlichen Blick auf den 40 m breiten herrlich weißen Sandstrand.
Die neue Brücke von Zinnowitz ist auch Anlegestelle. Vn hier aus werden Ausflugsfahrten zum Beispiel nach Rügen, Bornholm oder Swinemünde unternommen.
Inselbad - Ostseebad Trassenheide
Das Ostseebad Trassenheide ist das westlichste und kleinste der Insel Usedom. Trassenheide liegt zwischen Zinnowitz und Karlshagen. Es besteht aus dem Ort Trassenheide, ca. 1,5 Kilometer landeinwärts gelegen, und dem Seebad Trassenheide. Beide Orte sind durch das Trassenmoor getrennt. 1824 hieß die Gemeinde noch unspektakulär und eher belächelt Hammelstall, denn man hatte einen großen Stall errichtet, um die Schafherden vor einer möglichen Überflutung der Ostsee zu retten. 1913 wurde dieser Ort der Insel Usedom in Trassenheide umbenannt und darf sich seitdem offiziell Ostseebad nennen.
Trassenheide kann mit einem breiten, herrlichen Sandstrand aufwarten, welcher sich zwischen Zinnowitz und Karlshagen erstreckt.
Ein großer Strandabschnitt, der bis zum Nachbarort Karlshagen reicht, bietet Liebhabern der Freikörperkultur beste Erholungsmöglichkeiten. Eine reizvolle Moorlandschaft bestimmt die Umgebung. Das Ostseeklima auf der Insel ist bekannt für seine gesundheitsfördernde Wirkung auf Atmungsorgane und bei Hauterkrankungen.
Am Ortsrand hat man die Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung. Das Freizeitzentrum hält verschiedene Angebote wie Bowling, Squash und Badminton für die Urlauber bereit.
Im Zuge der Wiedervereinigung wurden viele ehemalige Betriebsferienstätten privatisiert und so neue Hotels, Pensionen, Ferienhäuser geschaffen oder modernisiert. Diese Entwicklung ist am besten entlang der Strandpromenade des Ostseebades sichtbar. In einigen Jahren wird Trassenheide seine wunderschöne landschaftliche Lage zudem noch mit neuen oder liebevoll sanierten Häusern schmücken.
Hier befindet sich außerdem die größte Schmetterlingsfarm Europas. In tropischer Umgebung können hier viele interessante Schmetterlinge bewundert werden. Ein kleines Museum gibt Auskunft über Käfer- und Schmetterlingsarten.
Im nahe gelegenen Peenemünde kann man ein Historisch-Technisches Für historisch Interessierte gibt es hier einen Überblick von 1937-1945 in der Waffenentwicklung- und -kunde. Erholung, die einem dieser schöne Ort bietet. Fernab der Hektik kann man hier unbeschwerte Tage genießen.
Inselbad - Ostseebad Karlshagen
Das Seebad Karlshagen auf der Insel Usedom ist für die Naturliebhaber unter den Urlaubern besonders interessant, da es entfernt von den größeren Bäderorten Usedoms liegt. Man findet hier eher Ruhe und kann sich gut erholen. Das Klima ist bekannt dafür, dass es bei chronischen Erkrankungen der Atemwege und bei Hauterkrankungen lindernd und heilend wirkt. Im Jahr 1829 wurde der Ort gegründet. Seinerzeit ein Fischer- und Bauerndorf, entwickelte sich Karlshagen schon 1880 zum einem Seebad. 1932 wurde man auf einen Teil der Insel Usedom aufmerksam, als nach einem passenden Gebiet zur militärischen Forschung gesucht wurde. Pläne zur Entwicklung von Flugkörpern, die man entlang der wenig besiedelten Ostseeküste verschießen konnte, waren hierfür ausschlaggebend. 1935 erklärte man einen Teil des Peenemünder Hakens zum Sperrgebiet des Militärs. Von nun an konnte man eine forsche Bautätigkeit für den Aufbau der Raketenversuchsanstalt Peenemünde auf der Insel Usedom beobachten.
Die benötigte Infrastruktur, besonders zur Unterbringung der Forscher und Arbeiter, wurde in Karlshagen errichtet. Es gab eine eigene S-Bahn-Linie, die zwischen Zinnowitz und Peenemünde verkehrte. Diese schloss alsbald auch Karlshagen an und verbesserte somit die Erreichbarkeit auf der gesamten Insel.
Erst nach dem Fall der Mauer erfuhr Karlshagen eine touristische Entwicklung. Daher ist besonders hier viel neue Bebauung zu beobachten. Es entstanden viele moderne Ferienanlagen, Hotels und Ferienwohnungen.
Die herrliche Landschaft ist optimal für lange Spaziergänge oder Fahrradtouren geeignet. Ebenso kommen Angler auf ihre Kosten. Karlshagen hat einen breiten Ostseestrand zu bieten.
Täglich können vom Karlshagener Hafen aus schöne Ausflüge zum Festland oder zu bekannten Ausflugszielen auf der Insel Usedom unternommen werden.
